2017: Spaziergänge in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule beider Basel und den Europäischen Denkmaltagen

Zwei historische Momente prägen die Geschichte der Arlesheimer Ermitage, dem bedeutendsten und grössten englischen Landschaftsgarten der Schweiz: Die offizielle Eröffnung am 28. Juni 1785 und der Einmarsch der Französischen Eroberungstruppen am 23. November 1792 und der anschliessenden Zerstörung des Gartens. Diesen beiden historischen Momenten haben wir 2017 in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule beider Basel und den Europäischen Tagen des Denkmals zwei Spaziergänge gewidmet:

 

1. Spaziergang: Die Eröffnung der Ermitage und die Société d'Arlesheim

Nach der offiziellen Eröffnung am 28. Juni 1785 besuchten Hunderte von Gartenfreunden aus ganz Europa, ja sogar aus Russland und auch aus den Vereinigten Staaten von Amerika die Ermitage. Der Besucherstrom nahm Jahr für Jahr zu. So spazierten im Rekordjahr 1789 über 1‘500 Gäste aus 19 Ländern auf den labyrinthischen Wegen durch die Ermitage.

 

Regelmässig trafen sich in der Ermitage auch die Mitglieder der sogenannten Société d‘Arlesheim, ein geselliger Zirkel katholischer Adliger und protestantischer Bürger aus der Oberschicht, die freundschaftlichen Umgang in aufklärerischer Toleranz pflegten. Mittelpunkt der Arlesheimer Gesellschaft waren Balbina von Andlau und die Basler Eheleute Gertrud und Jakob Sarasin. Man traf sich mal bei Sarasins im Weissen Haus am Rheinsprung, mal in der Ermitage.

 

2. Spaziergang: Spuren der Französischen Revolution in der Arlesheimer Ermitage

Einen Monat nach der Absetzung Ludwigs XVI. und der Ausrufung der Republik Frankreich erreichen die Französischen Eroberungstruppen am 23. November 1792 die Ermitage in Arlesheim. Wutentbrannt zerstören sie grosse Teile des Gartens, der in ihren Augen ein blosses Abbild des Despotismus' des Ancien Regimes darstellt. Erst zwanzig Jahre später kann der verwüstete Garten 1812 neu aufgebaut und wiedereröffnet werden. Erfahren Sie auf einem Spaziergang durch die Ermitage bis zum Schloss Birseck, welche Elemente der Zerstörungswut der Franzosen zum Opfer fielen, welche davon verschont blieben und was sich zeitgleich in der Ersten Französischen Republik abspielte.

 

Spuren der Französischen Revolution in der Ermitage in den Medien:

 

"Als das Schloss Birseck brannte und in der Ermitage die Jakobiner wüteten": Artikel im Wochenblatt für das Birseck.

 

"Freiheitsbaum und Marseillaise auf dem Domplatz": Artikel im BirsMagazin.

Die einzige Darstellung des Karussellplatzes vor der Zerstörung durch die französischen Truppen. Aquarell Francesco Bandinelli (c) Martin Friedli Basel
Die einzige Darstellung des Karussellplatzes vor der Zerstörung durch die französischen Truppen. Aquarell Francesco Bandinelli (c) Martin Friedli Basel

2017: Ein Sonntagsflug über die Ermitage

Barfi.ch lädt zum Sonntagsflug über die Arlesheimer Ermitage:

2017: Das Aussichtskabinett "Holzstoss" wird neu eröffnet

Der Verein Freunde der Ermitage hat den Neubau des Aussichtskabinetts "Holzstoss" initiiert. Was von aussen wie ein Holzstoss aussieht, entpuppt sich bei näherem Betrachten als Aussichtspunkt. Eine fast unsichtbare Türe ermöglicht den Ausblick ins Gobenmatttal. Diese Tarnarchitektur ist typisch für die Landschaftsgärten des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Der neue Holzstoss wurde am 15. Februar per Helikopter auf die Krete geflogen, an den PLatz, auf dem seit über 200 Jahren der ursprüngliche Holzstoss stand.

 

Bericht auf Telebasel.

 

 

Der Holzstoss des Eremiten, 2017 erneuert
Der Holzstoss des Eremiten, 2017 erneuert

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