Arlesheim blickt auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurück: Vom frühmittelalterlichen Dinghof entwickelte sich das Dorf zum bedeutenden Sitz geistlicher und weltlicher Macht. Über Jahrhunderte gehörte es zum Kloster Hohenburg, später zum Fürstbistum Basel. Die Reformation zwang Fürstbischof und Domkapitel zur Flucht, bis sich die Domherren Ende des 17. Jahrhunderts in Arlesheim niederließen und dem Ort neue kulturelle Strahlkraft verliehen. Die Französische Revolution brachte einen tiefen Einschnitt: 1792 verwüsteten Truppen die Ermitage und brannten Schloss Birseck nieder. Erst seit dem Wiener Kongress 1815 ist Arlesheim Teil der schweizerischen Eidgenossenschaft. Die zunehmenden Spannungen zwischen Stadt und Landschaft Basel führten schliesslich 1833 zur Kantonstrennung. So bildet Arlesheims Geschichte den Hintergrund für jene intellektuelle und gesellschaftliche Welt, in der die Ermitage entstehen konnte.