Ritti- oder Karussellplatz

Eine 1785 künstlich angelegte Terrasse mit Blick auf Dom und Dorf war für vielerlei gesellige Aktivitäten bestimmt. In der Halbhöhle wurde gegessen, Musiker spielten von einem Podium herab zum Tanz auf. Ein viersitziges Holzkarussell und Ball- und Ringspiele luden zum Spielen und sich Vergnügen ein.

 

Eine Gedenktafel im Fels erinnert an Achilles (1822 - 1898) und Lucie Alioth geb. Franck, spätere Eigentümer der Ermitage. Achilles Alioth war der Sohn des Johann Siegmund Alioth (1788 - 1850), der die Ermitage 1846 kaufte. Alioth gründete 1824 die erste Schappespinnerei auf dem europäischen Kontinent. Die Spinnerei wurde 1830 nach Arlesheim verlegt.

 

Die Halbhöhle Birseck-Ermitage wurde 1910 von Fritz Sartorius-Preiswerk und Fritz Sarasin archäologisch untersucht. Dabei entdeckten sie die bislang ältesten Spuren menschlicher Anwesenheit in der Ermitage. Die ältesten Funde sind 16'000 Jahre alt. Schon in der Altsteinzeit bot die Höhle demnach durchziehenden Jägern und Sammlern Schutz.

 

Es wurden eine Vielzahl von Gegenständen für den täglichen Gebrauch wie Werkzeug und Speere, aber auch Schmuckanhänger und bemalte Kiesel aus dem Magdalénien gefunden. Letztere fanden in der Forschung grosse Beachtung. Das Magdalénien als jüngste altsteinzeitliche Kultur wird zwischen 20'000 und 13'000 Jahre vor heute datiert.

Blick vom Rittiplatz zum Dom:

Im Winter, von Ende Oktober bis Ostern, finden witterungsbedingt keine Führungen in der Ermitage und im Schloss Birseck statt.

Anfragen für Führungen ab Ostern via Kontaktormular.

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Meine Führungen werden von der Stiftung Ermitage und Schloss Birseck empfohlen.